Ein Leitfaden, kein Prospekt: Wie equal-pay.eu entstanden ist

Warum es diese Seite gibt

Es gibt Themen, über die viel geschrieben wird, und es gibt Themen, über die viel geschrieben wird, ohne dass man danach schlauer ist. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie gehört seit 2023 eindeutig zur zweiten Sorte.

Beruflich beschäftige ich mich seit 2014 mit Entgeltgleichheit und seit 2007 mit Stellenbewertung und Vergütung. 2015 habe ich diesen Vortrag zu Equal Pay und Equal Opportunities auf Peter Walds HR Innovation Day gehalten:

In den vergangene Jahren habe ich unzählige Folien, Whitepaper und Webinare zu diesem Thema gesehen. Die meisten erklären sehr ordentlich, was in der Richtlinie steht: Fristen, Schwellenwerte, Artikel 7, die 5-Prozent-Schwelle. Dann hören sie auf. Genau dort, wo es für HR, Compensation und Betriebsräte eigentlich erst schwierig wird.

Denn die Frage im Unternehmen lautet selten „Was verlangt Artikel 9?“. Sie lautet: Wie bilde ich Vergleichsgruppen, die vor Gericht halten? Was mache ich mit den Gehältern, die nach der Einführung von Bändern darunter oder darüber liegen? Wie erkläre ich einer Mitarbeiterin in einem Satz, warum ihr Kollege mehr verdient?

Aus dieser Lücke ist equal-pay.eu entstanden. Ein praktischer Leitfaden, kein Prospekt. Seit Kurzem ist er in sechs Sprachen online: Englisch, Deutsch, Spanisch, Niederländisch, Französisch und Griechisch. Zeit, einmal aufzuschreiben, wie das Projekt entstanden ist und welche Technik dahintersteckt.

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Weiterbildungsempfehlung in Düsseldorf

Meine gute Bekannte Sabrina hat sich mit einem eigenen Akademieangebot selbstständig gemacht und ich freue mich, ihr Angebot hier vorstellen zu können.

Jeder, der mit Menschen arbeitet, weiß, wie wichtig es ist, sich ständig weiterzuentwickeln und auch mal innezuhalten. Hier bietet die aude akademie unter der Leitung von Sabrina Hupperich einen besonderen Lern- und Reflexionsraum, um persönliche und berufliche Kompetenzen in den Blick zu nehmen.

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Neues Projekt: verguetungsblog.de

Schon 2009 habe ich die Domain verguetungsblog.de registriert und wollte seither eine Plattform rund um das internationale Vergütungsmanagement aufbauen. Inzwischen habe ich noch meine Leidenschaft für evidenzbasiertes Personalmanagement entdeckt, so dass ich dort künftig zu beiden Themen schreiben werde.

Da ich seit diesem Jahr auch in der Fachgruppe Compensation & Benefits des Bundesverbands der Personalmanager aktiv bin, freue ich mich Impulse mit der HR-Community teilen zu können.

Microsite Arbeitsbewertung

Arbeitsbewertung wird im deutschsprachigen Raum häufig synonym zu Stellenbewertung, Funktionsbewertung und Positionsbewertung genutzt. Die gängigen Begriffsdefinitionen entsprechen einander weitgehend, so bezeichnet Arbeitsbewertung die Bewertung von Arbeitsplätzen anhand ihrer Aufgaben und Anforderungen mit dem letztlichen Ziel Arbeit und Entgelt systematisch zu verknüpfen. Bei der klassischen Arbeitsbewertung handelt es sich also eher um eine Preisermittlung / Arbeitswertermittlung denn um eine Wertermittlung. Moderne Systeme der Stellenbewertung differenzieren zwischen Wert und Preis einer Stelle,

Auf einer eigenen Microsite möchte ich einen Überblick über Geschichte und Methoden der Arbeitsbewertung geben und einige Quellen anführen.

Die HR Innovation Roadshow startet am 14. Juni in München

Am 14. Juni startet um 14:00 Uhr die von der HR Fachgruppe des Bundesverbands deutsche Startups co-organisierte HR Innovation Roadshow in München. Mehr Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr hier.

Im Rahmen der Roadshow werden HR-Produktinnovationen von deutschen HR-Startups vorgestellt. Besucher*innen haben die Gelegenheit, die Lösungen aus erster Hand kennen zu lernen und direkt vor Ort testen. Zudem bietet sich das Forum an, um mit Vertretern der Startups und Personalern in einen Austausch zu treten.

Weitere Stationen sind 28. Juni in Nürnberg, 06. Juli in Hamburg, 13. Juli in Frankfurt, 11. Oktober in Köln, Stuttgart (tba), Berlin (tba) und Leipzig (tba).

Wir werden mit QPM und gradar vertreten sein.

Übersicht Entgelttransparenzgesetz – EntgTransG (Entgeltgleichheitsgesetz) Deutschland

In diesem Artikel führe ich eine Sammlung von kommentierten Artikeln und Meinungen zum Entgeltgleichheitsgesetz in Deutschland, das seit Dezember 2015 intensiv diskutiert wird und zum Januar 2018 eingeführt werden soll.

Zu Beginn des Jahres 2017 hat das Bundeskabinett das „Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern“ (Entgelttransparenzgesetz – EntgTransG) beschlossen. Es soll noch im Sommer in Kraft treten. Der ursprüngliche Referentenentwurf aus dem Familienministerium wurde mehrmals verändert. Ersatzlos gestrichen wurde die Pflichtangabe von Mindestentgelten bei Stellenausschreibungen sowie ein zusätzliches Mitbestimmungsrecht bei der „Durchführung von Maßnahmen im Sinne der tatsächlichen Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern“. Auch SMEs, also kleine und mittelständische Unternehmen sind nicht mehr Adressaten des nun erlassenen Gesetzes. Eine reale Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern kann ein Symptom von fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten in Unternehmen oder aber von (un-)bewusster Diskriminierung der Gehaltsentwicklung aufgrund des Geschlechtes sein. Fehlende Chancengleicheit für Frauen wird häufig auch mit dem Begriff der „gläsernen Decke“ umschrieben, an die Frauen in ihrer Karriere „stoßen“ und die sie nicht durchbrechen können, um hohe Fach- oder Führungspositionen einzunehmen.

Ich gehe davon aus, dass allein der Zwang zur Beschäftigung mit einer möglichen Entgeltlücke im Unternehmen die Verantwortlichen in Personalabteilungen und Geschäftsführung dazu bringen wird, ihre Vergütung professioneller zu managen und eine ggf. vorhandene Entgeltlücke im Laufe der Zeit zu schließen. Das wird jedoch nicht von heute auf morgen funktionieren. Wie das geht habe ich in meinem neuen Vergütungsblog beschrieben.

Es folgt die stetig aktualisierte und (teilweise ausführlich) kommentierte Übersicht.

„Übersicht Entgelttransparenzgesetz – EntgTransG (Entgeltgleichheitsgesetz) Deutschland“ weiterlesen